Beitragsbild: Statistik Austria
Preise für Dienstleistungen treiben Inflation weiterhin am stärksten
Wien, 2025-12-02 – Die Inflationsrate für November 2025 beträgt voraussichtlich 4,1 %.
Das geht aus einer Schnellschätzung von Statistik Austria hervor. Im Vergleich zum
Vormonat Oktober steigt das Preisniveau voraussichtlich um 0,4 %.
„Im November 2025 lag die Teuerung einer ersten Schätzung zufolge bei 4,1 %, und war damit etwas höher als im Oktober mit 4,0 %. Die größte Preisdynamik sehen wir bei Energie. Hier stiegen die Preise im November um 10,9 %, nach einem Plus von 9,4 % im Oktober. Auch bei Nahrungsmitteln, Tabak, Alkohol verstärkte sich der Aufwärtstrend mit einem Plus von 4,4 %, nach 4,0 % im Oktober. Kräftigster Preistreiber war jedoch erneut der Dienstleistungsbereich mit einem Preiszuwachs von 4,5 %. Im Oktober hatten die Dienstleistungspreise um 4,6 % zugelegt. Die Preise für Industriegüter stiegen mit +1,3 % konstant moderat. Die sogenannte Kerninflation, welche die Bereiche Dienstleistungen und Industriegüter umfasst, verharrte wie im Oktober bei 3,4 %“, so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.
Verbraucherpreisindex (VPI) November 2025
- +4,1 % zum Vorjahresmonat (vorläufige Schnellschätzung)
- +0,4 % zum Vormonat (vorläufige Schnellschätzung)
Bereits die Schnellschätzung gibt Einblick in die Veränderungsraten von Komponenten des
Verbraucherpreisindex und deren Einfluss auf die Inflationsrate. Die Sonderaggregate Industriegüter (A), Energie (E), Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak (F) und Dienstleistungen (S) ergeben gemeinsam die Gesamtinflation. Die Sonderaggregate Industriegüter (A) und Dienstleistungen (S) ergeben die Kerninflation.
Harmonisierter Verbraucherpreisindex (HVPI) November 2025
- +4,1 % zum Vorjahresmonat (vorläufige Schnellschätzung)
- +0,3 % zum Vormonat (vorläufige Schnellschätzung
Der Indexstand des Verbraucherpreisindex und weitere Ergebnisse für November 2025 werden am 17. Dezember 2025 bekanntgegeben. Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere Informationen zum Verbraucherpreisindex finden Sie auf unserer Website.
Informationen zur Methodik, Definitionen: Die Schnellschätzung des Verbraucherpreisindex (VPI) basiert auf dem zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bestehenden Preisdatenbestand für die Erstellung des Verbraucherpreisindex am Ende eines jeweiligen Berichtsmonats. Gewöhnlich können etwa 80 % bis 90 % der für den Verbraucherpreisindex erhobenen Preise für die Schnellschätzung verwendet werden, ohne jedoch die vollständigen preisstatistischen Validierungsprüfungen durchlaufen zu haben. Für den Berichtsmonat später oder verspätet eingehende Preismeldungen sowie die im Verlauf des gewöhnlichen Datenaufbereitungsprozesses vorgenommenen Korrekturen führen dazu, dass die VPI-Schnellschätzung sich von den jährlichen und monatlichen Veränderungsraten des Verbraucherpreisindex, der in der Mitte des Folgemonats veröffentlicht wird (siehe VPI-Publikationstermine unter „nächste Veröffentlichungen“), unterscheiden kann. Eine Verwendung der VPI-Schnellschätzung für vertragliche Wertanpassungen oder die Gleichsetzung mit den Ergebnissen des Verbraucherpreisindex bzw. des harmonisierten Verbraucherpreisindex ist nicht zulässig. Weitere Informationen zur Definition der Sonderaggregate A, E, F und S finden Sie auf unserer Website.
Harmonisierter Verbraucherpreisindex (HVPI): Unterschiede zwischen dem Verbraucherpreisindex (VPI) und dem EU-weit vergleichbaren harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) gründen vor allem auf Gewichtungsunterschieden. Während der VPI nur in Österreich lebende Haushalten berücksichtigt, deckt der HVPI auch Ausgaben von Tourist:innen aus dem Ausland ab.
Statistik Austria ist die zentrale Stelle für amtliche Daten und Statistiken zu Gesellschaft, Wirtschaft, Staat und Umwelt. Als nationales Statistikinstitut ist sie den gesetzlich verankerten Grundsätzen der Unabhängigkeit, der Unparteilichkeit und der Objektivität verpflichtet. Geleitet wird Statistik Austria von der fachstatistischen Generaldirektorin Manuela Lenk und dem kaufmännischen Generaldirektor Franz Haslauer.
Pressemitteilung: Statistik Austria – Text und Bild


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