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Slowenien: Postauto lädt induktiv

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Die Platte zum induktiven Laden sitzt am Unterboden des umgerüsteten VW Crafters. Ab September wird er voraussichtlich über Sloweniens Straßen rollen.

Im Projekt «Edison Winci» konzeptioniert die  Pošta Slovenije gemeinsam mit ihrem Partner Intis eine umfassende Unterstützungsumgebung. Diese soll das kabellose Laden von Elektrofahrzeugen ermöglichen.

Im Postbetrieb könnte kabelloses Laden Sinn machen: Im Rahmen des Projekts wird das deutsche Unternehmen Intis das Elektro-Lieferfahrzeug VW e-Crafter der Pošta Slovenije anpassen und das kabellose Laden nachrüsten sowie die kabellose Ladestation bereitstellen.
Damit wird Intis nach eigenen Angaben das erste Unternehmen in Slowenien sein, das den Betrieb eines kabellos geladenen Fahrzeugs umsetzt.
Die Auslieferung des umgebauten Fahrzeugs ist für Ende August 2022 geplant. Dadurch ermöglicht sich eine noch stärkere Elektrifizierung der Flotte. Dieser Schritt ist ein wichtiger Bestandteil der Energieeffizienz- und Nachhaltigkeitsstrategie von Pošta Slovenije ist.

Dieses Vorgehen der Post folgt den Leitlinien nationaler und internationaler Initiativen, wie dem Nationalen Energie- und Klimaplan der Republik Slowenien, den Nachhaltigkeitszielen des UN Global Compact, dem von der Europäischen Kommission im Dezember 2019 verabschiedeten European Green Deal und der Initiative Delivering a Sustainable European Post des Verbands der europäischen öffentlichen Postbetreiber (PostEurop).

Intis – eine deutsche Firma am Puls der Zeit

Seit 2012 konnte Intis mittlerweile eine Vielzahl von Systemen zum induktiven Laden von Fahrzeugen ausliefern.
Das Leistungs- und Lieferportfolio umfasst neben stationären Energieübertragungslösungen (kabelloses Laden für Fahrzeuge auf Parkplätzen) auch Lösungen für das Laden von Fahrzeugen während der Fahrt sowie das kombinierte Laden (kabelgebundenes und kabelloses Laden in einer Ladestation).
Die von Intis angebotenen Lösungen erfüllen bereits heute weitgehend die Anforderungen bestehender oder kommender Normen. Intis stellt auch einen deutschen Vertreter für die Normung bei der Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC).

Was bedeutet das für die Zukunft?

Das induktive Laden dürfte eine Nische bleiben. In manchen Fällen aber macht es absolut Sinn:
Wenn E-Fahrzeuge ohnehin über längere Zeiträume immer wieder an einem bestimmten Ort stehen (müssen) so wie Taxen oder Postfahrzeuge im Depot oder an Übergabestellen. Der Hauptvorteil dabei: Die Fahrer müssen sich nicht um die Energiezufuhr kümmern. Man darf gespannt sein, wie sich das Projekt entwickelt.

Pošta Slovenije – ein Marktführer mit Visionen

Die Pošta Slovenije wurde 1995 gegründet und hat sich seitdem zu einer Unternehmensgruppe (Pošta Slovenije Group) entwickelt, die ein breites Spektrum an Post-, Logistik- und zuverlässigen elektronischen Dienstleistungen anbietet.
Als führender Anbieter von Paketdiensten und umfassenden Logistiklösungen in der erweiterten Region Südosteuropa ist sich die Gruppe ihrer Umweltverantwortung bewusst und strebt die Elektrifizierung ihres Fuhrparks und die Verbesserung der Umwelteffizienz in allen Bereichen an.
Die Pošta Slovenije entwickelt ihren umweltfreundlicheren Fuhrpark seit 2009. Er besteht aus elektrisch betriebenen Lieferfahrzeugen, elektrisch betriebenen vier- und dreirädrigen Leichtfahrzeugen, elektrischen Motorrollern und elektrisch unterstützten Fahrrädern. Derzeit liegt der Anteil der elektrischen Lieferfahrzeuge bei 12 %. Ziel ist es, diesen Anteil bis 2025 auf 46 % zu erhöhen.
Das Unternehmen hat mit der Einführung eines Energiemanagementsystems begonnen und bereits 2018 die Zertifizierung nach der internationalen Norm ISO 50001:2011 Energy Management System erhalten, die jedes Jahr von einer akkreditierten externen Institution bestätigt wird.

Bezugsquelle: transport-online.de
Foto: Intis