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Teurere Rohstoffpreise treffen Fahrzeughersteller mit voller Wucht

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Fahrzeughersteller werden mit riesigen Preisanstiegen kalkulieren müsssen

Die pandemiebedingte Krisenlage verschärft sich wegen dem Krieg in der Ukraine. Die Zeit preisgünstiger Rohstoffe nähert sich laut einem Experten wegen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs ihrem Ende. Das hätte insbesondere Folgen für die Fahrzeugindustrie.

Die pandemiebedingte Krisenlage verschärft sich wegen des Kriegs in der Ukraine.

Die Zeit preisgünstiger Rohstoffe nähert sich laut einem Experten wegen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs ihrem Ende. Das hätte insbesondere Folgen für die Fahrzeugindustrie.

Der Krieg in der Ukraine wird Rohstoffe nach Ansicht eines Branchenexperten dauerhaft verteuern und den Markt langfristig durcheinander wirbeln. «Angesichts aller Unsicherheiten, die der Beginn des laufenden Jahrzehnts mit sich bringt, ist eines klar: Wir erleben das Ende einer Ära billiger Rohstoffe», sagte der Chef des luxemburgischen Rohstoffkonzerns Eurasian Resources Group (ERG), Benedikt Sobotka, der Deutschen Presse-Agentur.

«Die Auswirkungen der Pandemie werden durch den Konflikt verschärft.»

Benedikt Sobotka, Chef des luxemburgischen Rohstoffkonzerns Eurasian Resources Group (ERG)

Auch trügen die internationalen Sanktionen gegen Russland zu einem beispiellosen Preisanstieg bei, so der Fachmann weiter.
Die Kosten für

  • Weizen
  • Düngemittel
  • Rohöl
  • Erdgas
  • Aluminium
  • und Kupfer

seien seit Jahresbeginn auf Höchststände geklettert und weitere Preisschwankungen seien unvermeidlich.
«In den kommenden Monaten werden viele wichtige Elemente unseres täglichen Lebens tendenziell teurer – von Brot und Kaffee über Computer und Autos bis hin zu Baumaterialien, Häusern und der Art und Weise, wie wir unsere Haushalte mit Strom versorgen», betonte der Unternehmenschef.

Die Folgen des Krieges für Fahrzeughersteller

Konkrete Folgen hätten die Kämpfe etwa für die Autobauer, da die Ukraine ein wichtiger Zulieferer gewesen sei. Russland sei zentral für viele Metalle wie Nickel, das wichtig ist für Batterien, und Aluminium, das etwa für Karosserien und Räder benötigt wird. Auch Palladium und Platin, die kritische Komponenten in Fahrzeugabgassystemen sind, stammen hauptsächlich aus Russland.

Bei Kupfer und Kobalt sei der bereits bestehende Angebotsdruck noch verschärft worden, zumal die weltweiten Lagerbestände gering seien. Bereits vor Kriegsbeginn hätten Experten bei Kupfer ein Defizit prognostiziert. Die höhere Nachfrage durch die Umstellung auf erneuerbare Energien und E-Mobilität werde die Preise für Kupfer und Kobalt weiter antreiben, sagte der Branchenexperte.

«Der Rohstoffsektor durchläuft die wohl größte Transformation seit Jahren»

Einige Änderungen dauerten zwar länger, seien aber nur vorübergehend, wie etwa Lieferkettenprobleme. Andere hingegen, wie die Frage der Bezugsquellen oder die Definition strategischer Materialien, seien grundlegender. «Es ist nicht mehr möglich, den besten Kunden, die rentabelste Route oder das günstigste verfügbare Material auszuwählen», sagte Sobotka. «Dies sind die Kosten für eine verbesserte langfristige Nachhaltigkeit und die Auswirkungen der globalen geopolitischen Unsicherheit, an die sich die Produzenten anpassen müssen.»

ERG ist nach eigenen Angaben einer der weltweit führenden Produzenten von Kobalt und Kupfer sowie einer der wichtigsten Lieferanten von Aluminiumoxid und Eisenerz. Der Konzern ist vor allem in Kasachstan, Brasilien und dem südlichen Afrika tätig und hat etwa 75.000 Angestellte.

Bezugsquelle: automobilwoche.de
Bild: Pixabay – loufre