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Kiel (SH): Polizeiliche Großkontrolle zur Gurtpflicht und zu Ablenkungen während der Fahrt

Kiel (SH): Polizeiliche Großkontrolle zur Gurtpflicht und zu Ablenkungen während der Fahrt - LKW-News aktuell und informativ 5

Smartphones sind eine gefährliche Ablenkung beim Fahren

Kontrollwoche der Landespolizei: Fahren mit Gurt, aber ohne Handy! In dieser Woche wird die Landespolizei von Schlewig-Holstein verstärkt die richtige Sicherung von Fahrzeuginsassen (Gurtpflicht) kontrollieren.

Kontrollwoche der Landespolizei: Fahren mit Gurt, aber ohne Handy!

In dieser Woche wird die Landespolizei von Schlewig-Holstein verstärkt die richtige Sicherung von Fahrzeuginsassen (Gurtpflicht) kontrollieren. Zweiter Schwerpunkt der Kontrollaktion ist das Thema Ablenkung,. Vor allem hinsichtlich der verbotswidrigen Nutzung von Handy, Smartphone und Co. am Steuer.

Die passiven Sicherheitssysteme moderner Kraftfahrzeuge (Airbag, Gurt, Gurtstraffer etc.) können nur gemeinsam optimal funktionieren, um den Insassen größtmöglichen Schutz  zu bieten. Sicherheitsgurte retten Leben. Die Schwere der Unfallfolgen bzw. ob ein Fahrzeuginsasse unverletzt bleibt oder stirbt, hängt oftmals davon ab, ob ein Sicherheitsgurt angelegt war oder nicht.

Die Landespolizei hat 2021 weniger Verstöße gegen die Gurtpflicht festgestellt (-11,7 %), die Gesamtzahl der Verstöße ist mit 9.994 aber immer noch zu hoch. Auf die Kontrolle der Anschnallpflicht wird daher auch weiterhin im Rahmen der Verkehrsüberwachung besonders geachtet.

Auf die ordnungsgemäße Sicherung von Kindern in Kraftfahrzeugen (Kindersitz) wird im Rahmen der Verkehrsüberwachung auch zukünftig großen Wert gelegt, insbesondere da der Anteil von 399 verunglückten Kindern als Mitfahrer in Kraftfahrzeugen im vergangenen Jahr um +7 % angestiegen ist.

Kinder sichern: So wird´s richtig gemacht

Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, die kleiner als 150 cm sind, dürfen in Kraftfahrzeugen nur mitgenommen werden, wenn geeignete Rückhalteeinrichtungen benutzt werden. Diese sind unter Beachtung der Größenvorgaben an der ECE-Kennzeichnung erkennbar. Nähere Informationen dazu sind zum Beispiel auf der Homepage der Landespolizei www.polizei.schleswig-holstein.de, unter der Rubrik Verkehrssicherheit zu finden.

Ablenkungen im Fokus

Mit steigender Tendenz hat sich die Ablenkung durch Smartphones, Tablets oder andere elektronische Geräte zu einem Risikofaktor für Verkehrsunfälle entwickelt. Vielfältige internationale Studien stellen fest, dass jeder 7. bis 10. Verkehrsunfall auf diese Art von Ablenkung zurückzuführen sein dürfte. Höhere Geldbußen und Fahrverbote drohen, wenn man mit einem Handy, Tablet o. ä. in der Hand am Steuer angetroffen wird. Die Sanktionshöhe beginnt bei 100 Euro. Sollte während des Verstoßes eine Gefährdung vorliegen, werden sofort ein einmonatiges Fahrverbot verhängt und 150 Euro Geldbuße fällig. Im Falle eines tatsächlichen Unfalls, also mit Sachbeschädigung, beträgt die Sanktionshöhe 200 Euro. Auch hier tritt zudem ein einmonatiges Fahrverbot in Kraft.

Die verbotene Ablenkung durch elektronische Geräte ist auch zukünftig ein deutlicher Überwachungsschwerpunkt der Landespolizei. Nach einem Rückgang der Überwachungsergebnisse in 2020 um -3,2 % wurden im vergangenen Jahr wieder mehr Verstöße festgestellt. 17.838 (+5,7 %) Fahrzeugführende telefonierten, tippten Nachrichten beim Fahren oder nutzten weitere beim Fahren verbotene technische Funktionen.

Hintergrund der Kontrollaktionen der Landespolizei

Die Landespolizei kontrolliert regelmäßig das ganze Jahr über, ergänzt diese Kontrollen jedoch mehrmals im Jahr mit europaweit abgestimmten Schwerpunktwochen, zum Beispiel zu Alkohol und Drogen, Schwerlastverkehr, Gurtpflicht und Handy oder Geschwindigkeit.

Zur Senkung der Unfallzahlen und Reduzierung der Unfallfolgen setzt die Landespolizei Schleswig-Holstein auf fortlaufende Überwachungs- und Aufklärungsarbeit, um Risiken und Folgen des Fehlverhaltens im Straßenverkehr deutlich zu machen und repressiv gegen Verstöße vorzugehen.

Die Landespolizei wird zeitnah nach der Schwerpunktwoche über die Ergebnisse der Kontrollen berichten.

Quelle: Landespolizeiamt Schleswig-Holstein
Foto: pixabay – Pexels