Anlässlich der heutigen (22.06.2022) Pressekonferenz zur Zukunft der Schiene erklärt Carsten Taucke, Vorsitzender des Verkehrsausschusses des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA):
„Das deutsche Schienennetz ist aktuell überlastet und veraltet. Diese Situation hat sich über Jahre angestaut und ist nichts Neues. Ich bin in Sorge, dass so weder die wirtschaftlichen noch die Klimaziele erreicht werden können. Wie sollen Groß- und Außenhändler in Zukunft Transporte vom LKW auf die Schiene verlagern, wenn der Güterverkehr schon heute überlastet ist?„
„Das Schienennetz muss ausgebaut werden.“
Um zukünftig für den Transport von Waren und Gütern verstärkt auf den Schienengüterverkehr zurückgreifen zu können, müsse das Schienennetz dringend ausgebaut werden, so Taucke weiter. Dies gelte sowohl innerhalb Deutschlands als auch im transeuropäischen Netz. Damit einhergehend müssen Bahnsysteme (Stromsystem, Spurbreite, Lichtraumprofil etc.) harmonisiert und vereinheitlicht werden.
Die politisch gewünschte Verdopplung der Fahrgastzahlen bis zum Jahr 2030 dürfe nicht zum Nachteil für den Güterverkehr werden. „Besonders wichtig finde ich, dass der Streckenausbau für den Güterverkehr einen ebenso hohen Stellenwert bekommt, sonst kann es keine zukunftsfähige Schiene geben.„
„Stillgelegte Streckenabschnitte reaktivieren!“
Allein in den letzten 20 Jahren seien rund 6.000 Trassenkilometer stillgelegt worden. „Die Reaktivierung von stillgelegten Streckenabschnitten erweitert das Schienennetz und damit die Nutzungsmöglichkeit des Schienengüterverkehrs.„
Text: BGA/Redaktion
Bild: Symbolbild/pixabay


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