Auch die Bergbongo-Antilopen wurden per Spezialflug transportiert. (Foto: Peter Ndung’u)
08. 12. 2025
Die DHL Group wird nicht nur mit dem Transport von Paketen mit Büchern, Spielzeug oder Elektronik, Flugzeugladungen und Schiffscontainern beauftragt – manchmal erhält der Logistikanbieter auch aussergewöhnliche Aufträge. Ein Rückblick über die fünf Highlights im Jahr 2025.
Seltene Antilopen – von Florida nach Kenia
Im Februar 2025 transportierte DHL 17 seltene Bergbongo-Antilopen von einer Hilfseinrichtung für Artenschutz in Loxahatchee, Florida zu einem Wildtierreservat an den Hängen des Mount Kenya. Die Tiere stammen den Angaben zufolge von Bergbongos ab, die in den 70er-Jahren aus Kenia umgesiedelt wurden. Nach Jahrzehnten der Wilderei und des Verlusts von Lebensraum ist die Art heute vom Aussterben bedroht, in freier Wildbahn leben nicht einmal mehr 100 Tiere.

Einer der ungewöhnlichen DHL-Transporte im Jahr 2025: Für den… (Foto: DHL)

…jungen Pavian namens Saadoon ging es vom Nahen Osten nach Ostafrika. (Foto: DHL)

Zudem kehrten seltene Bergbongo-Antilopen… (Foto: Peter Ndung’u)
Der Logistikanbieter stellte für die Reise der Antilopen einen Sonderflug bereit. Zum Einsatz kamen speziell angefertigte Transportboxen einer Tierschutzorganisation. Während des Fluges wurden die Tiere von einem Tierarzt und zwei Bongo-Spezialisten betreut. In ihrer neuen Heimat sollen sie in einer Umgebung leben, in der sie sich sicher fortpflanzen können. Denn geplant sei, dass ihre Nachkommen eines Tages in die Wildnis und die Wälder des Mount Kenya zurückkehren.
Signierter Motorsport-Helm – von der Schweiz bis nach Brasilien
Im März 2025 reiste hingegen ein besonderer Helm, auf dem alle 20 noch lebenden Formel-1-Weltmeister unterschrieben haben, über verschiedene Kontinente. Er trägt auch die Unterschrift von Michael Schumacher, dem siebenmaligen Weltmeister, der sich bei einem Skiunfall 2013 schwer verletzte. Seine Frau Corinna habe ihm geholfen, seine Initialen „M.S.“ auf dem Helm zu hinterlassen.
Eine Nachbildung des Helms wurde später verlost. Der Erlös aus dem Losverkauf kam, so die Angaben, der Wohltätigkeitsorganisation „Race Against Dementia“ zugute, die vom dreifachen Formel-1-Weltmeister Sir Jackie Stewart gegründet wurde.
Die Aufgabe von DHL bestand darin, den Helm unter strengen Sicherheitsvorkehrungen von der Schweiz zu den Wohnorten verschiedener Weltmeister zu transportieren. Die Route führte unter anderem nach Ibiza in Spanien, London in Grossbritannien und Brasília in Brasilien.

…in ihre natürliche Heimat zurück. (Foto: Peter Ndung’u)

Auf Reise ging es auch für 151 Bärenskulpturen… (Foto: dy Bear Berlin)
151 Bärenskulpturen auf Reisen – von Deutschland nach Singapur
Insgesamt 151 aus Fiberglas gefertigte Bärenskulpturen mit einer Grösse von etwa zwei Metern begaben sich im Juni 2025 auf Tour. Von Wustermark bei Berlin ging es für sie bis nach Singapur. Das Kunstprojekt ist unter dem Namen „United Buddy Bears” bekannt und wurde im Jahr 2002 in Berlin ins Leben gerufen. Es soll für Frieden und Toleranz werben.
Jeder Bär wurde von einem Künstler aus einem anderen Land bemalt und repräsentiere die Kultur und Identität der jeweiligen Nation. DHL wurde mit dem Transport der wertvollen Kunstwerke beauftragt, die 10’000 Kilometer Strecke absolvieren sollten. Zunächst sei die insgesamt 37 Tonnen schwere Lieferung in acht Seecontainern auf Lkw geladen und zum Hamburger Hafen gebracht worden. Dort ging es dann für die Bären auf dem See-Weg nach Singapur, wo sie zwei Monate lang ausgestellt wurden.
Pavian-Umzug – vom Nahen Osten nach Ostafrika
Im November 2025 ging ein junger männlicher Pavian namens Saadoon an Bord eines DHL-Flugs von Bahrain nach Dschibuti in Ostafrika. Er wurde 2024 im Alter von drei Monaten in Bahrain in sehr kritischem Zustand aufgefunden – als Opfer des illegalen Wildtierhandels. Eine Tierschutzorganisation pflegte ihn über ein Jahr lang. Doch danach habe er eine Umgebung benötigt, die besser zu seiner Spezies passte.
Ideal dafür seien das Klima und Ökosystem von Dschibuti. Daher wurde er von Muharraq in Bahrain zum Flughafen von Dschibuti geflogen – in speziellen Transportboxen und unter tierärztlicher Betreuung. Aufgenommen wurde er von einer Auffangstation in der Nähe von Dschibuti-Stadt, wo er sich in Gesellschaft eines Pavianweibchens befindet. Zunächst soll er sich in der neuen Umgebung eingewöhnen – man hoffe, ihn später in die freie Wildbahn aussiedeln zu können.

…und zwar von Deutschland nach Singapur. Das Kunst-Projekt soll für Frieden und Toleranz werben. (Foto: dy bear Berlin)

In einer massgefertigten Metall-Box mit Sicherheitsschloss… (Foto: DHL)

…ging es für die Trophäe der Conmebol Libertadores von Paraguay zum Finale nach Peru. (Foto: DHL)
Fussball-Trophäe – von Paraguay nach Peru
Vor Kurzem, genauer gesagt im November 2025, transportierte DHL die Trophäe für das Finale der Conmebol Libertadores, des südamerikanischen Klubfussball-Turniers, das vergleichbar mit der europäischen UEFA Champions League ist.
Die Reise startete am Hauptsitz der Conmebol in Luque, Paraguay, und endete in Lima, Peru – wo am 29. November 2025 das entscheidende Spiel stattfand. Als offizieller Logistikpartner war DHL für die sichere und pünktliche Ankunft der circa einen Meter hohen Trophäe verantwortlich.
Sie wurde in einer massgefertigten Metall-Box mit Sicherheitsschloss transportiert und durfte von DHL-Mitarbeitern nur mit Handschuhen angefasst werden, um ihren Glanz zu bewahren. Selbst in der geschlossenen Box sei die Trophäe bejubelt worden – Fans hatten sich versammelten, um Fotos vom Transport zu machen.
Pressemitteilung: Transport. Die Zeitung für den Güterverkehr – Text und Bilder


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