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Die Wasserstofftankstelle soll einen Boom erleben

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So könnte eine Wasserstofftankstelle aussehen.

Der Straßenverkehr in der Schweiz ist lange noch nicht ökologisch. Nachhaltigkeit lautet hier das Stichwort. Klimafitter soll man werden, Klimaneutralität wird als Ziel gesetzt. Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist die E-Mobilität. Batterien statt Benzintanks. Doch gibt es noch eine weitere Alternative, die nur noch nicht komplett in der Gesellschaft angekommen ist: Wasserstoff. 

Wieso ist Wasserstoff noch nicht angekommen?

Hier verhält es sich wie mit vielen Dingen, jüngst wie mit der Elektromobilität. 1. Wieso ein Auto kaufen, das mit Wasserstoff betrieben wird, wenn es hierfür keine Tankstellen gibt? 2. Wieso Wasserstoff-Tankstellen bauen, wenn keiner Autos kauft, die mit Wasserstoff betrieben werden? Klar, es macht keinen Sinn als Unternehmen, teuer in etwas zu investieren, das keinen Anklang findet. Genauso macht es keinen Sinn, teuer ein Auto zu kaufen, das womöglich nicht betankt werden kann.

Hier dreht man sich im Kreis. Es ist nur wichtig, zu erkennen, wann es Zeit ist, aus diesem auszubrechen. 

Aber wann ist dafür die richtige Zeit gekommen? 

Jetzt. Schon vor vier Jahren wurde der Förderverein «H2 Mobilität» gegründet. Im Verein sind bekannte Unternehmen dabei, so beispielsweise Coop, Migros, Galliker oder Socar. 

Der Verein steht für Förderung und Bau der Wasserstoff-Tankstellen. Aktuell gebe es erst neun Tankstellen, diese Zahl müsse sich in 2022 verdoppeln, bekräftigt der Präsident des Fördervereins Ackermann.  

Und weshalb Wasserstoff statt Batterien?

Diese Frage ist schon falsch gestellt. Hier heißt es nicht entweder-oder. Das Ziel von beidem ist es, die Umwelt nicht weiter zu belasten. Dennoch bietet Wasserstoff gegenüber der Batterietechnologie klare Vorteile: Der Tank ist «normal» schnell geladen, eben wie bei Diesel oder Benzin auch; keine langen Wartezeiten mehr. Zudem bietet Wasserstoff eine deutlich größere Reichweite als mit den Batterien. Darüber hinaus kann Wasserstoff nicht nur für das Betanken der Autos genutzt werde, denn Wasserstoff ist ein Energieträger. 

Wie kann sich Wasserstoff etablieren? 

Es seien mehr LKW mit Wasserstofftank nötig, mutmaßt Ackermann im Interview mit 20Minuten. So könne ein funktionierendes Netz an Wasserstoff-Tankstellen aufgebaut werden. Steht das Netz, können PKWs sich dieses ebenfalls zu Nutze machen. Es müssen nur die Vorteile erkannt werden. So könne es in Zukunft eine mobile Tankstelle geben, die ohne Anschluss trotzdem voll funktionstüchtig wäre. Die Möglichkeit, etwa derartiges umzusetzen, besteht – eine solche Tankstelle ist bereits im Entwicklungsprozess.

Zudem ist es wichtig, nicht an der E-Mobilität zwanghaft festzuhalten. Der größte Schritt ist geschafft, von Batterien zu Wasserstoff ist es keine riesige Hürde mehr. 

Bezugsquellen: 20 minuten – J. Graber; Förderverein H2 Mobilität Schweiz
Bild: istockphoto