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MPREIS will den eigenen Fuhrpark komplett auf Wasserstoff umbauen

MPREIS will den eigenen Fuhrpark komplett auf Wasserstoff umbauen - LKW-News aktuell und informativ

Auf dem Firmengelände geht die Anlage noch dieses Jahr in Betrieb.

Völs bei Innsbruck: Das österreichische Unternehmen MPREIS hat sich etwas ganz besonderes zum Ziel gesetzt: Der Lebensmittelhändler aus Tirol möchte in Zukunft den betriebseigenen Fuhrpark komplett auf Wasserstoff umstellen. Und damit nicht genug: die grüne Energie soll durch Elektrolyse eigens hergestellt werden.

Nicht nur die eigene Flotte mit Brennstoffzellen-LKW ausstatten, sondern diese auch mit Wasserstoff betreiben, den man selbst hergestellt hat. Klingt wie Zukunftsmusik, aber die erste Strophe ist schon gespielt. Die Idee für solch einen Fuhrpark bestand schon seit 2016. Vier Jahre später begannen im Frühjahr dann die ersten Bauarbeiten in Völs. Heute heißt es, die Single-Stack-Elektrolyseanlage zur Produktion der grünen Energie ist kurz davor eröffnet zu werden. Angesetzt ist das erste Quartal in diesem Jahr 2022.

Somit soll MPREIS das erste mittelständische Unternehmen Österreichs werden, das seinen Fuhrpark auf Brennstoffzellen-Fahrzeuge umstellt. Ob dem auch so sein wird, kann zu jetzigem Zeitpunkt nicht festgestellt werden.

Das Ziel jedoch ist klar definiert, man möchte nachhaltig agieren und CO2 einsparen. Doch auch das richtige Nutzen von Energie muss besprochen werden. So geht bei der Produktion von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien zwar thermische Energie erstmal verloren, doch kann die Wärme umgeleitet und genutzt werden, um beispielsweise die Backöfen der Bäckereien zu heizen.

MPREIS arbeitet jedoch nicht alleine an solch einem innovativem Projekt. Das Unternehmen steht in starker Kooperation mit regionalen Partnern. So beispielsweise mit dem Tiroler EU-Projektpartner FEN Systems im Green Energy Center in Innsbruck oder ILF aus Rum für die technische Umsetzung. Finanzielle Hilfe bekommt MPREIS von der Europäischen Kommission sowie der Österreichischen und der Schweizer Bundesregierung, das Budget beträgt 13 Millionen Euro.

Bezugsquelle: MPREIS über Newsroom
Bild: MPREIS / Atelier für Zeitreisen