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Diesel kostet jetzt über 2 Euro – keine Entspannung in Sicht

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So sieht es wohl gerade bei vielen mittelständischen Autofahrern im Portemonnaie aus: leer.

Am gestrigen Dienstag (08. März) wurde die 2-Euro-Marke laut dem Autofahrerclub ÖAMTC das erste Mal überschritten. Dies sei an einer Tankstelle in Tirol beobachtet worden. Die hohen Spritpreise befeuern den Tanktourismus – sowohl nach als auch aus Österreich heraus.

Nachdem der Höchstpreis von 1,50 Euro pro Liter von 2021 erst vor Kurzem geknackt wurde, ist diese neuste Entwicklung umso schmerzhafter – zumindest finanziell. Wer grenznah wohnt, wird daher dazu verlockt, zum Tanken ins billigere Nachbarland zu fahren. Schweizer beispielsweise könnte es demnach nach Österreich ziehen, wo die Eurosuperpreise im Schnitt 18 Cent und die Dieselpreise etwa 27 Cent günstiger sind. Die Österreicher hingegen ernennen beispielsweise Ungarn als ihr «Tankland», da sie hier für beide Kraftstoffe durch den dortigen Preisdeckel nur 1,30 Euro zahlen – also ca. 23,5 Cent weniger als im Heimatland.

Tabelle mit Eurosprit- und Dieselpreisen für 8 Länder
Die Zahlen machen Tanktourismus nachvollziehbar.

[/vc_column_text][vc_column_text]Die Verzweiflung unter den Autofahrern, vor allem den Pendlern, wächst. Immerhin müssen die Preise hilflos hingenommen werden. Angst macht vor allem die für Juli 2022 geplante CO2-Bepreisung, mit der noch einmal ein deutlicher Anstieg zu erwarten sein dürfte. Viele Österreicher wünschen sich ebenfalls einen Preisdeckel beim Verkauf der Kraftstoffe. Eine Idee ist es auch, die Mehrwertsteuer auf Treibstoffe zu senken. Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP) erklärt, warum das keine geeignete Lösung ist:

Deutschland hingegen beurteilt diesen Einfall als hilfreich. Bereits am Montag (07. März) hatte die CSU über die Senkung der Mehrwertsteuer auf Benzin und die Aussetzung der Mineralölsteuer diskutiert. Markus Söder, CSU-Chef, schlug vor, die Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe von 19 auf 7 oder sogar 0 Prozent zu senken. Er hielt fest:

Viele Ottonormalverbraucher werden hier wohl mehr als nur zustimmen.

Auf Dauer weiterer Preisanstieg

Mit den steigenden Rohölpreisen geht auch die Verteuerung der Kraftstoffe einher. Der Preisanstieg vollzog sich dabei zunächst beinahe schleichend. Seit September 2021 geht die Preiskurve steil nach oben – und dem sind dem Anschein nach keine Grenzen gesetzt.

Bezugsquelle: Österreich ORF
Bild oben:  Pixabay – Chronomarchie; Bild Mitte: APA/ORF.at; Quelle: EU-Kommission/VCÖ