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Daimler Truck North America und Partner bauen Ladeinfrastrukturnetz in den USA aus

Daimler Truck North America und Partner bauen Ladeinfrastrukturnetz in den USA aus - LKW-News aktuell und informativ

Die drei Partner wollen die Voraussetzungen für eine flächendeckende E-Mobilität weit vorantreiben.

Daimler Truck North America LLC (DTNA), NextEra Energy Resources und BlackRock Renewable Power haben die Absichtserklärung für das geplante Joint Venture unterzeichnet, um das US-Ladenetz landesweit für batterieelektrische und wasserstoffbetriebene Fahrzeuge aufzubauen. Der Auftakt ist bereits dieses Jahr geplant, die Umsetzung, also der Aufbau der Ladestationen, ab 2023. Die rund 650 Mio. Dollar (etwa 580 Mio. Euro) werden von allen drei Partnern zu gleichen Teilen gestemmt.

Die drei Firmen gaben Ende Januar 2022 bekannt, den Ausbau des alternativen Ladeinfrastrukturnetzes gemeinsam vorantreiben zu wollen. Eine Absichtserklärung war zu diesem Zeitpunkt bereits unterschrieben. Martin Daum, Vorstandsvorsitzender von Daimler Truck, kommentiert: «Ob in den USA oder in Europa – solche Kooperationen sind unerlässlich, um erfolgreich dem dringenden Bedarf an emissionsfreien Fahrzeugen zu begegnen.»

Daimler Truck ist im Bereich des emissionsarmen Fahrens sehr engagiert, wie mehrere Joint Ventures unter Beweis stellen. In Punkto Infrastruktur für das Laden von elektrisch oder wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen arbeitet Daimler Truck bereits mit Shell, BP und Total Engines zusammen. Durch die Partnerschaften mit Siemens Smart Infrastructure, ENGIE und EV Box Group sowie PowerElectronics beim batterieelektrischen Laden wird dazu beigetragen, eine wirtschaftliche Nutzung von CO2-neutralen LKW zu ermöglichen. Anfang des Jahres berichtete LKW-News auch über die Absicht, das Hochleistungsladenetz zusammen mit der TRATON GROUP und der Volvo Group auszubauen (➤ Hier geht’s zum Bericht).

Ziel und Schwerpunkt des Joint Ventures

Vor allem für den Güterverkehr stehen sowohl in Europa als auch in der USA zu wenige Lademöglichkeiten zur Verfügung. Dadurch wird die Einführung des flächendeckenden emissionsarmen Verkehrs erheblich behindert. Die drei Unternehmen wollen entlang der Ost- und Westküste und in Texas die wichtigsten Frachtrouten bis 2026 auszubauen. Es sollen sowohl Standorte weitergenutzt als auch neue geschaffen werden.

«Ob in den USA oder in Europa – solche Kooperationen sind unerlässlich, um erfolgreich dem dringenden Bedarf an emissionsfreien Fahrzeugen zu begegnen.»

Zunächst liegt der Fokus auf Ladestationen für elektrische mittel- bis schwere LKW, danach werden Lademöglichkeiten für wasserstoffbetriebene Lastkraftwagen ins Auge gefasst. Das übergeordnete Ziel, die flächendeckende Nutzung von E-Fahrzeugen, wird verfolgt, indem die neu geschaffenen Lademöglichkeiten auch für leichte Nutzfahrzeuge zur Verfügung stehen.

Expertise der drei Partner

Jeder der Partner bringt wichtige Erkenntnisse und Erfahrungen mit in das Joint Venture. Während die amerikanische Tochter von Daimler Truck mit großem Abstand nordamerikanischer Marktführer bei der Entwicklung von E-LKW und der Beratung von Kunden ist, bringt NextEra Energy Wissen über die Optimierung von erneuerbaren Energien und die Netzintegration mit. BlackRock Renewable Power steht als Investor in das gesamte Spektrum der erneuerbaren Energien und der die Energiewende unterstützenden Infrastruktur zur Seite. Als Teil der BlackRock Real Assets hat Renewable Power bereits 350 Windenergie- und Solarprojekte in 15 Ländern mit einem Betrag von 9,5 Mrd. Dollar unterstützt.

Bezugsquelle/Foto: Daimler Truck