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BLV plant Protest-Aktionen im Schnecken-Tempo

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Mit Protest-Aktionen im Schnecken-Tempo will die Logistikbranche auf ihre großen Nöte aufmerksam machen.

Explodierende Kraftstoff-Preise, fehlende Warenflüsse aus der Ukraine, drohende Insolvenzen: Jetzt kündigt der BLV-pro eine Aktions-Woche an.

BLV-pro ist ein Zusammenschluss von kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Berufskraftfahrern aus dem Güterkraft-Verkehrsbereich. Angesichts der sich zuspitzenden Lage des Berufsstands startet ab 21. März eine „Schnecken-Tempo-Woche“: Mit 50 Stundenkilometern auf den Straßen und mit Tempo 60 auf den Autobahnen will man auf die Nöte aufmerksam machen. Der Verkehrssituation angepasst und ohne Fremdgefährdung, wohlgemerkt.

Die Initiatoren der Protest-Woche gehen davon aus, dass auch Traktoren, Busse und Taxen mitschleichen werden. Erkennungszeichen der Teilnehmer sind gelbe Warnwesten, die am Fahrzeug befestigt sind.

„Die Preise an den Zapfsäulen sind kaum noch zu stemmen und drängen so manchen Unternehmer, aber auch Bürger in die Knie. Es droht in den nächsten Wochen für viele Betriebe die Insolvenz. Die derzeitige Lage in Deutschland zwingt zu unkonventionellen Maßnahmen, aber schafft auch Verbundenheit und Schulterschluss“, heißt es in der Begründung des BLV-pro.

Die Allianz im deutschen Transportwesen AidT e.V. sowie mehrere Influencer aus der Transportbranche unterstützen die Aktion.

Man werde sich nicht an ungesetzlichen Aktionen wie Blockaden beteiligen, betont der Initiator.

Sollte die kommende Woche jedoch nicht den gewünschten Erfolg bringen beziehungsweise sollten keine spürbaren Erleichterungen von Seiten der Regierung zu erwarten sein, werden weitere Aktionen folgen, kündigt BLV-pro an.

„Hier bleibt aus der wirtschaftlichen Notwendigkeit heraus für viele Frachtführer nur der absolute Stillstand der Fahrzeuge als Maßnahme der Wahl sowie die strikte Ablehnung nicht kostendeckender Transport-Aufträge. Die nächsten Wochen werden entscheiden, wohin die Reise für Deutschland und die deutsche Transport- und Logistikbranche gehen wird“, mahnt der BLV-pro.

Bezugsquelle: transport-online.de
Bild: privat